Prachtfinkenzucht von Thomas Schwab AZ 39026
Prachtfinkenzucht von Thomas Schwab   AZ 39026

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Zuletzt aktualisiert:

09. August 2018

Gemalte Amadine (Emblema picta)

Habe mir im Herbst 2012 fünf Paare zugelegt. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit begannen gleich mal 3 Paare mit dem Nestbau. Bin schon gespannt was für ein Zuchterfolg sich hier einstellt.

 

 Jänner 2013: Meine ersten Gemalte-Jungen auf der Stange!!

Das Männchen hat eine scharlachrote Stirn, Bürzel und Oberschwanzdecken. Die übrige Oberseite ist braun. Scharlachrot sind Zügel, Augenregion, vordere Wangen, Kinn und Kehle. Die Kopfseiten sind braun gefärbt. Vorderbrust und Brustmitte verfügen über einen unregelmäßigen scharlachroten Längsstreifen. Die übrige Unterseite ist schwarz mit weißer Tropfenzeichnung. Das Auge ist weißlich. Der Oberschnabel ist schwarz mit roter Spitze, der Unterschnabel ist rot.

Das Weibchen hat weniger rot am Vorderkopf. Die Zügel, Augenregion und Federn um den Schnabel sind rot. Die Brustmitte ist weniger rot, das Schwarz der Unterseite ist matter, aber mit zahlreicheren weißen Tropfenzeichnung, die sich bis zur Kehle hinaufzieht.

Die Jungvögel sind matter gefärbt, jedoch ohne Rot an Kopf und Brust. Die Tropfenflecke der Unterseite sind schmutzig weiß. Der Oberschnabel ist schwarz,  der Unterschnabel ist grau.

 Verbreitung:                                                                                                                                                                                                                      Die Gemalte Amadine ist in den trockenen Gebieten West- und Inneraustraliens beheimatet.

Lebensraum:                                                                                                                                                                             Die trockensten Gebiete Australiens sind der Lebensraum der Gemalten Amadine. In den Steppen und den Halbwüstenlandschaften im Zentrum und im Nordwesten sind die Vögel an die wenigen Wasserstellen gebunden. Die Wasserstellen sind in den zahlreichen Hügeln und Felsenketten zu finden. In den flachen Ebenen fehlt die Gemalte Amadine. Der felsige Boden der Hügel- und Felslandschaften ist mit Spinifex- und Stachelschweingras bedeckt. Die Vögel zeigen ein ausgesprochenes nomadisches Leben, da sie in Dürrejahren, wenn die Wasserstellen ausgetrocknet sind oft zu großen Wanderungen gezwungen sind. Durch die menschliche Besiedelung der Trockengebiete haben sich die Lebensbedingungen durch die künstlichen Wasserstellen (Viehtränken, Brunnen)  verbessert. Sie schließt sich daher teilweise eng an die kleinen Siedlungen und Farmen an.

 Lebensweise:

Dem Lebensraum entsprechend ist die Gemalte Amadine an das Bodenleben angepasst. Im Gegensatz zu den am Boden laufenden afrikanischen Prachtfinken, ist die Fortbewegung ausschließlich hüpfend. Die Gemalte Amadine ernährt sich fast ausschließlich von Spinifexgräsern. Während der Brutzeit werden halbreife Sämerein und Insekten aufgenommen und verfüttert.

 Fortpflanzung:          

Die Gemalte Amadine brütet paarweise oder in kleinen Kolonien von mehreren Brutpaaren. Die Balz findet auf dem Boden statt, bevorzugt werden Steine oder Felsplatten. Als Neststandort steht ihnen im wesentlichen nur das Spinifexgras zur Verfügung. Das Nest befindet sich selten höher als 50cm über dem Boden, da kaum andere Pflanzen zur Verfügung stehen. Das Nest ist klein und dem Standort sehr gut angepasst. Das Baumaterial richtet sich nach dem spärlichen Angebot. Das Nest wird immer auf einer besonderen Unterlage erbaut, dieses Verhalten wird auch in Menschenobhut beibehalten. Die Unterlage besteht aus kleinen Ästem, Steinchen und Rindenstücke. Dies verhindert, dass die Spitzen der Spinifexhalme in das Nest eindringen. Das Gelege besteht aus 3-5 Eiern, die ab dem letzten Ei bebrütet werden. Die Gemalten haben keine feste Brutzeit, diese richtet sich nach den Regenfällen, die die Nahrungsquelle halbreife Sämereien sicherstellen.

 Entdeckung und Einfuhr:

Die Gemalte Amadine wurde erstmals 1842 von der Zoologischen Gesellschaft in London beschrieben. Sie kam 1869 nach England. Nach Deutschland wurde sie in 1877 durch Christiane Hagenbeck eingeführt. Nachdem 1. Weltkrieg wurden sie erst wieder 1934 in beiden Ländern in den Handel gebracht. Nachdem 2. Weltkrieg kamen die ersten Transporte in 1951 nach England. Nach der australischen Ausfuhrsperre (1960) zählte die Gemalte Amadine zu den großen Raritäten. Heute ist ihr Bestand gesichert.

 Quelle: AZ-AEZ IG Papageiamadinen und australische Prachtfinken

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