Prachtfinkenzucht von Thomas Schwab AZ 39026
Prachtfinkenzucht von Thomas Schwab   AZ 39026

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Zuletzt aktualisiert:

09. August 2018

Über die Zucht von Prachtfinken allgemein

Will man Prachtfinken züchten müssen schon einige Voraussetzungen geschaffen werden. Als ursprünglicher Bewohner der südl. Halbkugel sind sie sehr wärmebedürftig. Die Vögel benötigen min. 18 - 20, während der Zucht 20 - 24 Grad Celsius um ihren Anforderungen zu entsprechen und erfolgreich zu züchten. Man kann mit ihnen paarweise in der Zuchtbox oder mit mehreren Paaren in der Voliere züchten. Pro Paar ca. 1 m3 Platz so als Faustregel. Den besten Erfolg hat man wenn sich die Paare aus einem Schwarm heraus finden können. Aber wer kauft schon 6 -8 Vögel einer Rasse um sicher einige Paare herauszubekommen. Die meisten fangen mit einem Paar an und hoffen auf Zuchterfolg. Meistens hat der Züchter damit auch Erfolg aber in seltenen Fällen auch nicht. Ein weiterer Faktor ist auch der äußerliche Geschlechtsunterschied. Bei einigen Vögeln sich die Geschlechter nur durch den Gesang und das Balzverhalten zu unterscheiden. Der Züchter braucht schon etwas Erfahrung un dies alles zu erkennen. Aber Erfahrung bekommt man nur nach einer gewissen Zeit also muß man halt einmal anfangen und dann kommt mit ein bißchen Geduld das Gespür und Gefühl für die Vogelzucht schon von selber (aus eigener Erfahrung). Die meisten Vogelpaare nehmen künstliche Nisthilfen ohne zu zögern an (halboffene Nistkästen, geschlossene mit Einschlupfloch, Nistkörbchen, Kaisernester usw.) einige bauen aber auch freistehende Nester ins dichte Gebüsch (vor allem afrikanische Prachtfinken). Als Nistmaterial wird verwendet: Kokosfasern, versch. Gräser (trocken aber auch grün), Moos, versch. Arten von Federn und Tierhaaren usw. Die meisten Arten polstern ihr Nest innen aus, andere wiederum begnügen sich nur mit Kokosfaser oder etwas Heu.


Es werden 4 - 8 kleine weiße Eier gelegt und von beiden Elternteilen abwechselnd ca. 2 Wochen Tag und Nacht bebrütet. Nachdem die Jungen geschlüpft sind muß man das Nahrungsangebot der Vögel etwas erweitern. Die meisten Arten bnötigen während der ersten Tage viel tierische Nahrung. Ameiseneier, Pinkis, Getreideschimmelkäferlarven (sogenannte Buffalos), Mehlwürmer und sonstige Insekten wenn vorhanden. Die meisten Sachen bekommt man schon tiefgefroren im Handel zu kaufen, so das es nicht mehr viel Aufwand ist die Vögel damit zu versorgen. Zusätzlich gibt man ihnen halbreife Hirse, fertiges oder selbstgemachtes Eifutter, Vitamine über das Trinkwasser, gekeimtes Futter usw. Dies alles gibt es heutzutage schon bei einem guten Futterhändler zu kaufen (z.B. Blattner-Futtermittel bei Kemtpen im Allgäu). Haben die Elterntiere die Jungen einmal angefüttert stehen die Chancen gut für eine erfolgreiche Zucht. Ab un zu kann es passieren das die Altvögel die Jungen nicht füttern und aus den Nestern werfen. Kann sein das das Nahrungsangebot nicht ausreichend war oder es die erste Brut ist und die Vögel noch nicht die Erfahrung damit haben. Auch können die Elterntiere noch zu jung sein (sollten min. 1 Jahr alt sein) und sie müssen es erst lernen damit umzugehen. Spätestens bei der 2. Brut sind die Erfolgsaussichten dann wieder größer.

Werden die Jungen aber gut gefüttert fliegen sie nach ca. 3 Wochen aus. Danach werden die Jungvögel noch weitere 2 Wochen von den Eltern versorgt bevor sie selbstständig Nahrung aufnehmen können. Jetzt kann man die Jungen absetzen und den Altvögeln eine weitere Brut machen lassen. 2 - 3 Bruten pro Jahr mehr sollte man ihnen nicht zumuten. Danach können sich die Vögel erholen und der Züchter hat über mehrere Jahre hindurch Freude daran. Bis zu 7 Jahre können so kleine Prachtfinken erfolgreich züchten wenn ihnen die nötige Erholung jedes Jahr gegönnt wird.

Dies war jetzt eine kleine Übersicht über die Zucht von Prachtfinken aus meiner Sichtweise. Sollte noch jemand Fragen dazu haben kann man mich jederzeit ein E-Mail schicken oder anrufen. Ich bin gerne bereit Fragen zur Prachtfinkenzucht zu beantworten. Mehr zu diesem Thema und zu Prachtfinken kann man in versch. Büchern nachlesen. Das bekannteste ist wohl das Buch von Horst Bielfeld "DAS PRACHTFINKENBUCH"erschienen im Ulmer Verlag.

Schwarm Jungvögel
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